Anno
16-Januar 2009


Weiter geht es auf dem Weg, immer weiter, ist das nicht das eigentliche Ziel?

In Bewegung bleiben, die Bereitschaft "NEUES" entdecken zu wollen.

 

Ja, ich glaube dies ist ein guter Antrieb, trotzdem erst der Anfang.

Den ersten Schritt zu wagen, über den Abgrund zu blicken, die Brücke zu überqueren;

dies ist der Fortgang.

 

Und Notwendigkeit - um ANZUKOMMEN.

 

So wollen wir GEMEINSAM den nächsten Schritt wagen.

 

 

 

 

 

 

(2) Porcupine Tree  -   Nil Recurring   2007

Tracklist:
1. Nil Recurring                       6,08
2. Normal                               7,07
3. Cheating The Polygraph        7,06
4. What Happens Now?            8,23       
               Gesamtspieldauer:  28,44 min


Wissenswertes:

Einordnung:
Progressives Rock Album, Art Rock

Tendenzen:
Nun - es ist halt Porcupine Tree drin, das muss reichen

Anspiel-Tipps:
Normal, Cheating The Polygraph

Label:
Eigenproduktion Transmission, jetzt bei Peaceville lizensiert

Die Band:
Steven Wilson      guitar, vocals
Richard Barbieri   synthesizer
Colin Edwin          bass
Gavin Harrison     drums, percussion, tapped guitar

Eindruck:

So, so - Großmeister Steve Wilson, Kopf und Hauptsongwriter des britischen Prog-Flaggschiffes Porcupine Tree setzt zur Resteverwertung an. War das letzte Album "Fear Of A Blank Planet" doch als Konzeptwerk konzipiert.


In diesen Rahmen hatten die vorliegenden Songs nicht gepasst - weswegen sie nun nachgereicht werden - Abfälle sozusagen.

Schön ist es zu sehen (bzw. hören), dass gestandene Musiker, einmal in einem Korsett gefangen
(erste Veröffentlichung übrigens war 1991 das Album "On the Sunday of Life..."), sich wieder davon lösen können, frei werden in Ihrer Musik, ohne Vision einfach Spass haben beim Komponieren.

Zuerst ein Instrumentalstück - als Opener ??? Jau, hier erfährt man etwas über fehlende Zwänge bei EP's. Und über Porcupine Tree. Waren die letzten Alben doch allesamt "Großtaten", welche nicht bei jedem Hörer auf Gegenliebe stießen, zu eng gesteckt der Rahmen, zu ausufernd die Songs, zu wenig Abwechslung - waren die Vorwürfe.

Hier nun "Nil Recurring" - stampfend, psychedelisch, das Drumming ist endlich zwingend und formend. Und plötzlich ist Robert Fripp (Band: King Crimson - eine der absoluten Größen des Prog) mit von der Partie, es wird GEROCKT !


Dann "Normal" - eine Alternativ-Version des Album Songs Sentimental, aber besser - weil druckvoller gespielt, düsterer. Inklusive Akkustic Part, mehrstimmigem Gesang, verzerrten Gitarren Eruptionen, Beatles Gesangsharmonien am Schluss - kurz ABWECHSLUNGSREICH.


"Cheating The Polygraph"
ist wieder eine vertonte Form der Melancholie, eher ruhig gehalten, dann jedoch wieder unterbrochen von bratenden Gitarren-Riffs, zum Ende dominante Basslinien gekoppelt mit einem arschgeilen ('tschuldigung) Wilson-Solo, danach Synthie-Atmosphäre pur, um in den bekannten, den Song begleitenden Gitarren-Riffs zu münden - GROSES KINO.


"What Happens Now?" dann als Abschluss - fast träumerisch-hypnotisch, dann Wortsamples, einsetzendes effektives Drumming (wie überhaupt bei allen Songs), Gitarrenharmonien - ausufernd wird hier MUSIZIERT.

So bleibt ein enorm vielschichtiges Teil-Album, welches losgelöst der Norm, stilvoll vor sich hin rockt und schwehlt.


Und hey, wir reden hier von Porcupine Tree, solche begnadeten Musiker gibt es nicht an jeder Ecke.
Hier zeigen Sie auch mal wieder, was kompositorisch so alles in Ihnen steckt. Macht Spass, ist leider nur Zu KURZ.

FAZIT: EINE ÜBERAUS ATMOSPHÄRISCHE ANGELEGENHEIT ALSO,                                                        WUCHTIG PRODUZIERT, MUSIKER AUF HOHEM NIVEAU.
           BALLADESK, DÜSTER, VIELFARBIG - ROCKIG.



Porcupine Tree im Netz:

 

 

Wichtigste Side Projekte


No-Man


Blackfield



DARKEN TOM

 

 

... so sind wir gespannt, wohin dieser Weg in Zukunft führen wird - BIS ZUM NÄCHSTEN MAL.