DIE APOKALYPTISCHEN REITER, JOURNEY, BECOMING THE ARCHETYPE
ANNO
20-MÄRZ 2009
Heute ist Astronomischer Frühlingsanfang.
Bei mir hier - in meiner symbolischen Burg - herrscht Sonne und Helligkeit,
auch wenn der Wind heute recht kühl ist.
Zeit durchzuatmen - Zeit für Regeneration und Erneuerung.
Sich wieder dem Lichte entgegenzustrecken ...
Folgt mir und ich bringe Euch zum LICHT
Die Apokalyptischen Reiter - Licht 2008
Tracklist
01. Es wird schlimmer 4,08
02. Auf die Liebe 3,10
03. Wir sind das Licht 3,03
04. Nach der Ebbe 3,34
05. Adrenalin 3,43
06. Der Elende 5,32
07. Heut' ist der Tag 2,46
08. Wir hoffen 3,54
09. Der Weg 3,31
10. Ein Lichtlein 4,25
11. Auferstehen soll in Herrlichkeit 4,37
Gesamtspielzeit 42,17
Wissenswertes
Einordnung
Stilmix aus dem bunten Topf metallischer und rockiger Zutaten
Tendenzen
Die Reiter öffnen ihren Sound und bleiben doch ganz Sie selbst,
zu souverän schreiben Sie Hymnen ans Licht
Anspiel-Tipps
Nach der Ebbe, Der Elende, Der Weg
Label
Nuclear Blast
Besetzung
Fuchs Gesang
Lady Cat-Man Gitarre
Volk-Mann Bass
Dr. Pest Keyboard
Sir G. Schlagzeug
Eindruck
Im Thüringer Wald zu Weimar hausen die Reiter - Die Apokalyptischen.
1995 gegründet, verband man schon früh extreme Musik mit teilweise deutschen Texten.
Die musikalischen Beigaben entsprangen aus dem Death-, dem Thrash-, dem Power- und sogar dem Black-Metal. Dazu gab es noch Rock und Folk Anleihen.
Diese hoch explosive Mischung wurde von Album zu Album verfeinert.
Nun also "Licht".
Und siehe da, über dem Walde geht das Lichtlein auf, hell strahlt es, birgt positive Energie zu Hauff.
Unbeschwert erheben sich die Reiter auf ein Neues in die Lüfte - unverfälscht und rein - pure Energie.
"Heut ist der Tag, an dem die Reise beginnt, und meine Sehnsucht, das Wagnis verschlingt.
Heut ist der Tag, an dem ein Lied von Freiheit singt, und mein Herz in vollen Zügen, aus des Lebens Quelle trinkt"
Textauszug - HEUT IST DER TAG
Die Texte nun komplett in Deutsch, wurde auch die Musik neu ausgerichtet, war doch auch mit Lady Cat-Man, der Posten des Gitarristen neu besetzt. Und die Lady macht Ihre Sache ausgesprochen gut.
Es gibt immer noch schnelle Parts in der Musik, und diese typischen melodischen Gitarrenharmonien, die dem Death/Black Metal entprangen, nur eben positiv dargeboten - und seltener als früher.
Trotzdem haben die Reiter Anno 2008 nicht mehr allzu viel mit ihren Anfängen gemeinsam - und das sollte man, objektiv betrachtet ihnen auch zugestehen.
Das Zauberwort heißt Epik.
Die Songs sind beinahe kommerziell zu nennen, die Refrains sind schnell verinnerlicht, die Beats gehen gut in die Magengrube und den Kopf.
Und doch sind dann da diese Einschübe, bestehend aus breiten Akkorden, gewaltigem Sound (einmal mehr muss man die druckvolle Produktion loben, die Gitarren klingen scharf, sägen ungemein am
Gesamtsound - und die Vocals kommen glasklar, Bass und Schlagzeug sind differenziert auszumachen), dazu diese Art Refrains zu schreiben, die die Songs weit machen, hymnenhaft, in Verbindung mit den
Keyboardteppichen von Dr. Pest einmalig.
Dazu oft ruhige, balladeske Teile.
So ist die Grundausrichtung heute eher im harten Rock anzusiedeln, ohne die Verbissenheit von RAMMSTEIN (nur in Ansätzen, z.B. ADRENALIN),
oder die folkloristische Ausrichtung von SUBWAY TO SALLY.
Nein es ist eher eine Leichtigkeit auszumachen, in diesen Stilen aufzukreuzen und sie mit den ureigenen Reiter-Trademarks weiterzuführen. Damit sind sie einzigartig geworden.
Am Besten nachzuhören bei "Der Weg" oder "Der Elende" - einer quasi Ballade, mit dezentem russischem Einschlag in den
Gitarren-Harmonien.
Überhaupt haben die Songs ausnahmslos herrliche Refrains - nie platt, immer gehaltvolle Aussagen, und das ist in der Deutschen Sprache nicht selbstverständlich.
"Wiegt schwer das Herz von Bitterkeit, und bist des Kämpfens auch mal leid.
Verliebst Dich zuweilen in Einsamkeit, und trägst des Kummers Keim im Leib.
Nach der Ebbe kommt die Flut, und bringt das Leben mit,
egal wie weit es floh, es kommt, es kommt, es kommt zurück.
Ein Fall führt oft zur Quelle des Glücks, denn jedes Ende auch ein Neubeginn ist,
Gerecht ist im Leben nun mal nichts, drum hoffe nicht - WISSE UM DICH"
Text zu NACH DER EBBE
So werden diese Eingängigkeit und diese "Kommerzialität" nie überstrapaziert sondern dienen nur als Grundgerüst für die Texte, die ohne zu übertreiben, diesmal mehr im Focus stehen, denn je
zuvor.
Das textliche, lyrische Konzept behandelt und beinhaltet kleine Lebensstützen, dringt sehr positiv aus den Boxen. Und ist wieder elegant gehalten, wie es in Deutschland wohl in dieser Qualität,
nur diese Band zu Wege bringt. FUCHS singt besser denn je - das Leben umarmende Gesänge voller Bilder und Führung.
""Doch ich reich Dir die Hand, um mit Dir durch die Nacht zu gehen, wünsch Dir Hoffnung nur zu schenken, alle Wirren zu bestehen.
Und ich reich Dir die Hand, um ein Stück Weg mit Dir zu gehen, in der Gewissheit, morgen schon das Licht zu sehen."
Textauszug - DER WEG
FAZIT: BERAUSCHENDE HYMNEN - POSITIV KOMMERZIELL - NICHT PLATT
GEHALTVOLLE TEXTE - TIEFGRÜNDIG ODER ALS ODE AN DAS LEBEN
VIELFÄLTIG UND DYNAMISCH
DARKEN TOM
Hoffentlich Seid Ihr nun ERHELLT ... BIS ZUM NÄCHSTEN MAL
Anno
20-Januar 2009
Hallo, darbendes Volk,
es ist wohl Zeit sich wieder um Euch zu kümmern.
Die Sonne scheint im hohen Westen - es ist zwar kalt, aber warm ums Herz.
Eingekuschelt habe ich mich in meiner Heimstatt. Das Teewasser zischt vor sich hin,
und gibt mir Hoffnung und Ausblick auf Behaglichkeit.
Nun denn, so soll es sein;
ich möchte Euch eine meiner Begleiter durch die Zeiten vorstellen ...
SEID IHR DABEI ...
(3) Journey - Revelation 2008
Tracklist
1. Never Walk Away 4,19
2. Like A Sunshower 4,29
3. Change For The Better 5,52
4. Wildest Dream 5,02
5. Faith In The Heartland 6,18
6. After All These Years 4,10
7. Where Did I Lose Your Love 5,02
8. What I Needed 5,28
9. What It Takes To Win 5,23
10. Turn Down The World Tonight 4,56
11. The Journey (Revelation) 5,28
12. Let It Take You Back 4,59
Gesamtlaufzeit 61:26 min
CD 2:
1. Only The Young
2. Don't Stop Believin'
3. Wheel In The Sky
4. Faithfully
5. Any Way You Want It
6. Who's Crying Now
7. Separate Ways
8. Lights
9. Open Arms
10. Be Good To Yourself
11. Stone In Love
Wissenswertes
Einordnung
Stadion Rock, Classic Rock, AOR
Tendenzen
Klassischer Rock der großen 80er Jahre Zeit,
mit modernerer Produktion
Anspiel-Tipps
Faith In The Heartland, Change For The Better, The Journey, After All These Years
Label
Frontiers Records
Die Band
Arnel Pineda Lead Vocals
Neal Schon Guitars, Backing Vocals
Deen Castronovo Drums, Percussion, Backing Vocals
Jonathan Cain Keyboards, Backing Vocals
Ross Valory Keyboards, Backing Vocals
Eindruck
Diese Band wird JEDER kennen, hat die Gruppe doch zwei der BESTEN AOR Scheiben abgeliefert,
"ESCAPE" und "FRONTIERS" in den 80er Jahren, wer kennt nicht Songs, wie "Don't stop believing", "Wheel in the sky" oder "Open arms".
Falls nicht ist es kein schlechter Einstieg mit der neuesten CD zu beginnen, um sich danach die Klassiker zuzulegen.
Schon gefühlte 50 Jahre aktiv, hatte die Band einen der charismatischsten Sänger aufzubieten - Steve Perry. In den USA eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten.
Als dieser nun die Band verließ, hatte man immer gute Nachfolger gefunden, und doch war die Aussergewöhnlichkeit in der Stimme Perry's nicht nachzuahmen.
Nun haben Journey allerdings mit dem dritten Nachfolger - Arnel Pineda, einen gefunden, der als Klon durchgehen könnte.
Entdeckt in einer Journey Cover Band (übrigens von Neal Schon via YouTube), trifft er Stimmfarbe, Timbre und Ausdruck, doch genauso, wie es Perry damals vorgab.
(Sehr gut nachzuhören bei der zweiten CD - Neueinspielungen "Alter Klassiker", in der Special Edition erhältlich)
Geprägt ist das Spiel von Neal Schon, der immer wieder diese typische, cheesige, amerikanische Melodic Rocker zelbriert.
Aber auf absolut hohem Niveau - in dieser Konsequenz und dieser Klasse - SUPERB.
Zweite Säule ist Jonathan Cain an den Keyboards, der diese Songs breit macht.
Das es nicht zu flach wird, dafür sorgt das Schlagzeugspiel von Deen Castronovo.
Außerdem fahren die Herren eine richtig gute Produktion auf, welche für den nötigen Druck sorgt.
Und so schaffen Sie wieder einmal Ohrwürmer - unwiederstehlich, mal rockig - mal balladesk.
Aber immer mit einer hochwertigen Melodie versehen, nie zu flach. Charttauglich, aber frisch, technisch versiert. Sie verbreiten Wärme und Licht, machen es einem leicht, sich besser zu fühlen.
FAZIT: WELTKLASSE MELODIC ROCK - AOR EBEN,
KANN ER NICHT NEU ERFUNDEN WERDE, SO MUSS ER ZUMINDEST
SO AUTHENTISCH WIE MÖGLICH DARGEBOTEN WERDEN
DIES SCHAFFEN JOURNEY SO GUT WIE EH UND JE - UND DAMIT IN IHREM GENRE
NACH WIE VOR - DAS MASS DER DINGE
Journey im Netz
DARKEN TOM
Die Sonne geht auf, wärmt die Seele - schön das dies so ist ... BIS ZUM NÄCHSTEN MAL.
Anno
12-Februar 2009
Hallo, Ihr Lieben,
wie geht es Euch, mir ist heute irgendwie nach Überraschung.
So wie das Wetter heute überrascht.
Immer wieder neue Facetten zeigend, Sonne-Wind-Schnee-Regen, im wilden Mix,
entwickelt sich vor meinem Fenster eine ständig wechselnde Stimmung.
Das Licht variiert so stark, dass der feste Halt schwer fällt.
Das Althergebrachte wird erneuert, das Neue ist nicht von Dauer.
Und so sehnen wir uns nach Konstanz... IHR HABT JA UNS.
Konstanz und Überraschung,
tretet ein in ein Licht, welches neu ist, für viele unbekannt,
und doch strahlt es auf eine ganz eigene Art und Weise.
Beweist Mut ...
(4) Becoming The Archetype - Dichotomy 2009
Tracklist
1. Mountain Of Souls 5,14
2. Dichotomy 4,24
3. Articial Immortality 3,57
4. Self-Existent 4,17
5. St. Anne's Lullaby 1,51
6. Ransom 4,02
7. Evil Unseen 4,03
8.
How Great Thou Art4,28
9.
Deep Heaven 4,36
10.
End Of The Age 6,30
Gesamtspielzeit
43,17 min
Wissenswertes
Einordnung
Progressiver Death Metal
Tendenzen
Im Zusammenhang sehr eigenständig, Momente von alten Edge Of Sanity, Atheist
Anspiel-Tipps
Dichotomy, Deep heaven, End of the age
Label
Solid State/Century Media
Die Band
Seth Hecox Gitarre, Keyboard
Alex Kenis Gitarre, Gesang
Jason Wisdom Bass, Gesang
Brent Duckett Schlagzeug
Eindruck
Becoming The Archetype kommen aus Atlanta, Georgia
und wählten ihren Namen nach einer Bibelstelle - Genesis 1:26,
*Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh,
über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.*
"Jesus Christus ist der Prototyp, der Anfang von allem, die Fleischwerdung der Menschlichkeit.
Als Christen muss es unser Ziel sein, so zu werden wie er." so Jason Wisdom.
Dies ist nun ihr drittes Album und man spürt förmlich die erlangte Reife, obwohl die Jungs gerade mal Mitte 20 sind. Virtuos werden hier die verschiedensten Stilarten,
unterschiedlichster musikalischer Ausdrucksformen gekreuzt.
Allgemein im technischen Death Metal angesiedelt, werden immer wieder schwer groovende, schwedische Elemente eingebracht, klassische Einschübe per Keyboard, stimmige einfühlsame Klavier-Passagen,
sakrale Emotionen, sphärische Hintergrundsounds, traditionelle Riffs,
akustische Gitarren, sogar Frauen Chorharmonien (in "Deep Heaven").
Mid-Tempo, Breakdowns, Stakkato Riffs, satter Groove, Blastspeed und Breaks.
Dazu hauptsächlich Growls, welche jedoch trotzdem variabel gehalten sind (ein Wiederspruch in sich ? - Hört selbst!). Manchmal auch cleaner Gesang, kraftvoll, packend.
Die Band selbst nennt ihren Stil PROGRESSIVE DEATH METAL - dies kann man so stehen lassen.
Textlich geht es natürlich häufig um christliche Themen und den Umgang damit.
"Wir sind als Erstes Christen - und erst dann Metalheads. Insofern sind die Texte enorm wichtig.
Sie handeln davon, dass uns unser Glauben an Jesus die Kraft verleiht, diese Welt zu meistern."
so Jason.
Das Thema der Scheibe ist eine Space Trilogie von C.S.Lewis - welche den Kampf zwischen Mensch und Maschine thematisiert, das Auflehnen des Mechanischen gegen das Organische.
Hier kann der Bogen geschlagen werden zu der Produktion.
Denn diese schafft auch den Spagat zwischen Wärme und technischem Anspruch, druckvoll und doch präzise, bringt sie die Verspieltheit und Komplexität dieser Musik perfekt zur Geltung. Atmosphärisch
und düster oft, aber auch licht und hell. MEISTERLICH.
Eigentlich kein Wunder, saß doch DEVIN TOWNSEND hinter den Reglern.
Und so erwartet den aufgeschlossenen Hörer ein zwar, stets brachiales und rohes Stück harter Musik, bei dem jedoch immer eine Form von Verspieltheit zu spüren ist.
Es werden Geschichten erzählt - und dies nicht nur in textlicher Art und Weise.
So schafft man es Spannung aufzubauen, und es bleibt Raum, nach mehrmaligem Hören immer wieder neue Klangerlebnisse zu entdecken. Das Album klingt homogen, ausbalanciert, es atmet.
Alles in Allem eine epische, monumentale Welt, welche sich wohl leider einfacheren Gemütern verschließen wird - zu mehrschichtig ist das Konstrukt. Und das ist gut so.
Belohnt wird hier der Entdecker, der Sucher, nicht der satte Konsument.
Denn hier erwartet einen nicht Normalität, sondern Experimentierfreude und eine wirklich eigene Form von LICHT.
FAZIT: DEATH METAL MIT GEFÜHL - AMBITIONIERT, NICHT ROUTINIERT
INNOVATIV UND MITREISSEND, IDEENREICH UND PACKEND
EIN ABSOLUTES HIGHLIGHT DER SZENE
Becoming The Archetype im Netz
DARKEN TOM
So wünsche ich Euch, immer einen sicheren Weg, welches Licht Ihr auch immer bevorzugt
... BIS ZUM NÄCHSTEN MAL