FOREFATHER, TENTH PLANET, NICKELBACK ...

Anno

15 - April 2009

 

Ruhm und Ehre - das Brot des Kriegers,

Legenden und Mythen - Geschichten aus lang vergangenen Zeiten.

 

Heute graben wir uns tief in den Untergrund,

zu einer Band die es zwar schon auf 5 Alben gebracht hat,

aber dennoch eher unbekannt geblieben ist - dies ist manchmal gut so.

 

Denn dann kann man in Ruhe SEINEN Weg gehen - ohne Einfluss, ohne Kompromisse.

 

Auf zu einer Band, die noch roh, ungezügelt und nicht "begradigt" wurde.

 

 

 

FOREFATHER - Steadfast 2008

Tracklist


1. Brunanburh 4,53
2. Cween of the Mark 4,25
3. Theodish Belief 5,20
4. Hallowed Halls 5,51
5. Steadfast 5,06
6. Three Great Ships 5,12

7. Eostre 3,33
8. Fire From the Sky 4,50
9. Mellowing of the Mains 5,32
10. Wolfhead's Tree 4,56
11. Miri it is 5,42
Gesamtspielzeit 55,20

Wissenswertes

Einordnung
Heavy Metal / Pagan Metal / Viking Metal

Tendenzen
Mit leichten Black Metal Gewürzen abgeschmeckt, hauptsächlich mit Klargesang vorgetragen

Anspiel-Tipps
Steadfast, Mellowing of the mains, Cween of the mark
   
Label   
Seven Kingdoms

Besetzung

Wulfstan     Lead Vocals, Gitarre, Bass

Athelstan    Gitarre, Bass, Backing Vocals

Wolfhead    Drums

Eindruck

Über 10 Jahre gibt es nun schon die Band um die beiden Köpfe Athelstan und Wulfstan, und hier, unterstützt von Wolfhead (Drums), wird bereits das fünfte Eisen geschmiedet. Und diesmal war das Feuer wohl besonders heiß.

Die Briten haben ihren Pagan Metal verfeinert.
Oft erinnern die Riffs der Band eher an sehr gut gemachten trockenen Heavy Metal / Power Metal.
Doch der Hymnen-Charakter - durch die wirklich sehr gut gelungenen Refrains, welche häufig im Klargesang, gerne auch mal zu Zweit vorgetragen werden – tritt immer stärker in den Vordergrund.

Trotzdem ist der Gesang angenehm rauh, peitscht die Songs nach vorne.

Es werden Schlachten-Epen, der Kampf als solcher, Freunde und Weggefährten und das Thema Ehre besungen. Heroisches Liedgut in Vollendung. Manchmal mit leicht folkloristischem Einschlag versehen, manchmal mit etwas Düsternis.

Das Album pendelt zwischen Eingängigkeit und Härte – ist angenehm unkitschig.
Diese Eingängigkeit jedoch ist nicht flach, im Gegenteil, viele Stücke sind erst nach mehrmaligem Hören in Gänze begreifbar – entwickeln sich – wachsen. Sie haben Wiedererkennungswert – sind druckvoll produziert.

Die Musik kommt ohne Zusatzinstrumente aus, es wird nicht mit Keyboards gearbeitet, so bleibt das dem Genre anhaftende Gedudel aus. Es gibt viele Gitarren-Soli zu bewundern, die Geschwindigkeit der Songs bleibt oft im Midtempo, wird selten sehr schnell – es geht aber immer leidenschaftlich zur Sache. Starke Chorgesänge machen das Liedgut episch.

Überhaupt agieren die Gitarren sehr dynamisch, oft hochmelodisch, aber hart. Immer wieder eingestreute Harmonien und Licks sorgen für eine gehörige Abwechslung. Der sehr rhythmische Schlagzeug-Unterbau unterstützt diese Dynamik. Es herrscht eine einfache, nicht bombastische Epik – packend und emotional. Diese Scheibe fesselt - und das sogar auf Dauer. KOMPLIMENT!

FAZIT

Sieges-Hymnen in Rasanz und heldenhafter Epik. VON MÄNNERN UND EHRE.
Im Kampfe entschlossen, wird nur dem eigenen Triumph Freiraum gewährt.
Wem Bands, wie Finntroll und Korpiklaani zu bierlastig-humppa-mäßig sind,

der kann hier zugreifen.

Forefather im Netz

                                                                                                                              DARKEN TOM

Anno

25-Februar 2009

 

Hallo Suchende,

geht es Euch gut - habt Ihr die Pappnasen-Zeit gut überstanden.

Ist das Zentralhirn noch am dröhnen. Die Synapsen noch gereitzt?

Hier folgt Linderung und Ansporn zugleich.

 

Entdecken - etwas bisher Verborgenes enttarnen, ans Licht bringen.

Wissen erweitern, etwas erfahren.

Diese Gier danach, Neugier - sollte man sich stets bewahren.

Ist es doch ein ureigener Antrieb unserers Selbst.

 

Also folgt dem WANDERER, falls Ihr entdecken wollt ...

 

 

 

 

UNCOMPLICATED AND WITH CLASS - A big THANK YOU goes to Brian, who gave us the license for using LITTLE NATION as an appetizer for the review.

GREAT GUY - GREAT BAND - GREAT SONG

 

 

(7) Tenth Planet  - Everything Is Never Over 2008

Tracklist   
1. See yourself   2,56   
2. Lose your mind   4,39   
3. Dissolution meditation   4,13   
4. Man in full   4,40   
5. Even if you are still alive   4,03   
6. Carbery   1,21   
7. Little nation   4,38
8. Weighed down   3,31
9. Into empire   4,10
10. Drafty   4,33
11. Line in the sand   3,55
12. Balcony   9,19
Gesamtspielzeit 51,52 min

Wissenswertes

Einordnung
Rock / AOR / Hard Rock / Alternative

Tendenzen
Grooveorientierter, straighter Rock, im Gesang Nähe zu Tea Party,
man kann auch David Bowie Phrasierungen (gerade bei ruhigen Stücken) heraushören,
bzw. Reamon, allerdings etwas angerauht und härter

Anspiel-Tipps
See yourself, Dissolution medication, Man in full, Little nation, Weighed down, Line in the sand

Label
Eigenproduktion

Die Band
Martin Ouellette   Gesang
Brian Paul           Gitarre
Johnny Pegg        Bass
Mauro Scatozza   Schlagzeug

Eindruck
Wir haben es hier mit einer kanadischen Band zu tun, die aus dem Umfeld Toronto's erwachsen ist.
Benannt hat man sich nach dem, (ist dies eigentlich inzwischen wissenschaftlich bewiesen?), außerhalb der Plutobahn liegenden 10ten Planeten unseres Sonnensystems.


Was allerdings als erwiesen angesehen werden kann ist die Tatsache, dass es in den oberen Etagen der Plattenfirmen wohl nur noch ums Vermarkten, nicht aber mehr um die Aufgabe der Talentsuche geht. Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Band mit diesem Potential, dieser emotionalen Reife in den Texten und der Musik - deren Tiefe, nicht gesignt wird. Denn diese Band veröffentlicht nun bereits ihre 3te CD in Eigenregie, hier nun unterstützt von Jeff Martin, ehemaliger Kopf der Band THE TEA PARTY, welche hier dann auch Pate stand für Songwriting und Gesangsstil des Albums.

Und dies ist durchaus positiv gemeint.

Erwähnenswert auch die durchaus professionelle Aufmachung der CD. Alle Texte sind abgedruckt, das Cover ist ansprechend, der Sound letztendlich besser als so manche High Tech Produktion der Plattenlabels. Interessant auch die Tatsache, dass es die Band geschafft hat durch Europa zu touren - und dies alles ohne Unterstützung von Seiten der Industrie.

Zur Musik - die Produktion, wie bereits erwähnt, lag hauptsächlich in den Händen von Jeff Martin (ex Lead Sänger der Formation The Tea Party).

Bei wenigen Songs war Mike Turner (Band Our Lady Peace) dabei.
Sie baut gehörigen Druck auf, ist zugleich aber auch transparent, wuchtig, modern und bietet genügend Freiraum für die Seele der Songs - ihre schier unglaubliche Musikalität.

Die Rhythmus Arbeit ist stets voller Power und grooved, doch hauptsächlich werden die Stücke getragen von Gesang und Gitarre.

 

Ouellette singt kraftvoll, ausdrucksstark, seine Stimme ist eher tief und warm, schlichtweg eine riesige Entdeckung. Wie oben bereits erwähnt erinnert seine Stimme an vieles, hier sei auch noch Alice In Chains und Nickelback genannt und Ihr könnt in etwa seine Bandbreite abschätzen. Er transportiert die intelligenten Texte leidenschaftlich, eindringlich oder zart, je nach Anspruch des Songs. Melodisch, aggressiv, er flüstert, wütet - und drückt so den Liedern seinen Stempel auf.


Diese Songs bestechen durch tiefer gehende Lyrics, als man bei einem "einfach" Rock Album vermuten würde. Nicht umsonst werden als Einfluss der Band auch zwei Philosophen genannt:

Erich Fromm und Albert Camus.


So lohnt das Auseinandersetzen mit den nachdenklichen Themen des Albums:

Krieg, Vaterlands-Verbundenheit, innerer Zerrissenheit.

Paul wiederum variiert seinen Stil auf dieser CD häufig. Man kann zum Einen brachiale Riffs aus dem Black Sabbath Fundus ausmachen, in moderneren Momenten erinnert er gar an Disturbed,  rhythmisch groovendes der Marke Alice In Chains, dann wieder hochmelodisch und verträumt.

Interessant auch der Verlauf, den die Stücke im Gesamtbild der CD einnehmen.
Zuerst wird ziemlich hart gerockt, bis die Scheibe bei Song 3 etwas ruhiger und verträumter wird.
Danach folgen eine Mischung aus balladeskem Stoff, Ohrwürmern (herauszuheben sind sicherlich "Little Nation" und "Line In The Sand"), sowie potenzielle Singles, wie "Weighed Down".
Den Abschluss bildet dann ein Song, welcher alle Stärken der Band noch einmal vereint, der gemeinsame Nenner, die Essenz. Klasse!

So entstehen packende, harte Rocksongs, mit Power - jedoch aber auch immer mit der notwendigen Eingängigkeit. Verbunden mit der emotionalen Tiefe des Gesangs und der Texte haben wir hier ein zeitloses Rock Album, ausgewogen und auf den Punkt gespielt.
Jenseits des Mainstream angesiedelt und durchgehend von hoher Qualität - Schande über jeden Musikmanager, das dieses Werk so unerkannt entstanden ist.
 
FAZIT: EINGÄNGIGE, DURCHAUS HARTE ROCKMUSIK, GRIFFIGE HOOKS
            MIT GEFÜHLVOLLEM HERZ AM RECHTEN FLECK
            IMMER WIEDER ANHÖRBAR , DA SICH DIE SONGS AUF GRUND IHRER KLASSE                      NICHT SO SCHNELL ABNUTZEN

 

Tenth Planet im Netz

 

                                                                                                                          DARKEN STORM

 

So ich mache mich nun auf, das Geheimnis des ZEHNTEN PLANETEN zu erkunden.

... bis zum nächsten Mal ...

 

 

 

 

 

Anno

12-Februar 2009

 

 

OPEN-MINDED - oft wählen wir dieses Attribut, möchten wir doch nicht als rückständig, verbohrt, festgefahren oder gar geistig unbeweglich gelten. WIR DOCH NICHT.

 

Und doch versuchen wir, wo immer möglich, alles zu kategoriesieren,

menschlich und entschuldbar.

 

Und doch sind es genau diese Schubladen, welche UNS an oben erwähntem Attribut scheitern lassen.

 

So folgt MIR und macht den ersten kleinen Schritt ...

 

 

... der Freie Geist wird Euch führen ...

 

 

(6) Nickelback - Dark Horse 2008

Tracklist
   1. Something in your Mouth  3,39
   2. Burn it to the Ground  3,31
   3. Gotta be Somebody  4,13
   4. I'd come for you  4,23
   5. Next go round  3,45
   6. Just to get high  4,02
   7. Never gonna be alone  3,47
   8. Shakin' Hands  3,40
   9. S.E.X.  3,55
  10. If Today was your last Day  4,08
  11. This Afternoon  4,35
                    Gesamtspielzeit   43,33 min


Wissenswertes

Einordnung
Hard Rock

Tendenzen
Fürs Stadion gemacht, zum Feiern und Mitsingen

Anspiel-Tipps
Burn it to the ground, Gotta be somebody, S.E.X.

Label
Roadrunner Records

Die Band
Chad Kroeger  Vocals & Guitars
Ryan Peake     Guitar & Vocals
Mike Kroeger   Bass
Daniel Adair    Drums & Vocals

Eindruck
Fuzzy, crunchy, stoner Gitarren, Solo inklusive - wummernde Basslines, relaxter Gesang. ENTSCHULDIGUNG - Wo Bin Ich Hier???
"Burn It To The Ground" - die zweite Nummer der CD rockt, sie ROCKT - geradeheraus, treibend, textlich MÄNNERMUCKE, Drinks'n'Parties, ALL IN, BALLS OUT heisst es da im Refrain.

Wie sagte schon damals unser liebster Fussball-Olli "Wir brauchen Eier, Eier ...",

und dies ist die Marschrichtung Freunde.
Von vielen als berechnende Band abgeschrieben, Hitlieferant in Endlosschleife, zeigen Nickelback ihre Bandbreite, offensichtlich mit Spass inne Backen. Mit etwas mehr Power als gewohnt.

Produktionstechnisch im oberen bis obersten Limit angesiedelt - nämlich von Mutt Lange

(u.a. AC/DC, DEF LEPPARD, FOREIGNER), welcher auch an 5 Songs als Co-Autor mitwirkt
- satt, fett und klar, aber nicht zu glatt in Szene gesetzt.
Die Gitarren sind amtlich, der Bass tief wummernd, das Schlagzeug transparent und Chad Kroeger röhrt weiter unverwechselbar durch diese wirklich gutklassigen Mainstream (?) Nummern.
Die Melodien sind eingängig, aber nicht zu plump, die Texte streifen immer wieder den Kreis aus Party - Frauen - Rebellion und Alkohol, ROCK'N'ROLL LIFESTYLE.
So galoppiert das DARK HORSE (steht im Englischen für Aussenseiter oder unbeschriebenes Blatt) - ihre inzwischen sechste Full-Length Veröffentlichung in 43 abwechslungsreichen Minuten über die Ziellinie des Rock.

Und das mit sämtlichen amtlichen Zutaten (und für mich eigentlich ohne Ausfall im Songwriting).
Als Hit-Single fungiert diesmal "Gotta Be Somebody" - rockiger als erwartet.
Stadion Rock Nummer der Marke "Never Gonna Be Alone" wechseln ab mit den klassischen Halbballaden "I'd Come For You".
Poppige Stücke, mit Mitsingmöglichkeit "This Afternoon", treffen auf fast moderne Alternativ Rocker incl. verzerrtem Gesang "Next To You".
Mid-Tempo Ohrwürmer "If Today Is Your Last Day" ergänzen den fast schon brachial wirkenden "neuen" Stil der Band "S.E.X.".
Dazu den bereits erwähnten wuchtigen Gassenhauer "Burn It To The Ground".

Rauh, tiefergestimmte Gitarren.

Allesamt Highlights einer CD, welche den Rock, oder Mainstream (wie man will) sicher nicht neu erfindet, aber dennoch Spass macht, in seiner Hartnäckigkeit beeindruckt, Spielfreude und Kreativität transportiert.
Wohl bewusst abwechslungsreich gehalten, klingt hier vieles eben nicht nach Berechnung.

 

 

FAZIT: EIN MARKANTER SÄNGER,

            EINGÄNGIGE, ABER TROTZDEM NICHT ZU GLATTE SONGS
            MEHR ROCK - WENIGER BALLADE,

            ERSTAUNLICHERWEISE DURCHAUS MIT ECKEN UND KANTEN

 

Nickelback im Netz

 

                                                                                                                              DARKEN TOM

 

Ich weiss nicht, wie Ihr das seht, aber ich bin froh, dass "Mainstream" auch einmal SO klingen darf.

... BIS ZUM NÄCHSTEN MAL ...