Quickies ...
Hier möchten wir weitere Beispiele aus den Weiten des Musik-Kosmos
in Kurzbesprechungen einstellen.
Immer noch weit über der breiten Masse angesiedelt,
sind sie für uns aus bestimmten Gründen durchs Raster der Vollbesprechung gefallen.
Dies kann in Ihrer ideologischen Überzeugung begründet sein
(z.B. bei manchen Black Metal Bands), die Musik ist zu speziell (z.B. Gojira),
das Gesamtpaket nicht ausgereift genug (Texte zu platt, Produktion zu schwach).
Oft haben wir allerdings einfach zu wenig Zeit, um alle diese musikalischen Werke
gebührend zu besprechen.
Aus diesen Gründen, gibt es hier den einen oder anderen Schatz zu entdecken,
Musik jenseits des Mainstreams, oder tief in ihm verwurzelt?
Musik für Liebhaber !
Also macht Euch auf den Weg ... der Sucher erwartet Euch.
Big Big Train - The Underfall Yard 2009
Progressive Rock
Wunderbar warmes Album.
Ruhig, mit samtweicher Stimme und edler Leadgitarre.
Mit vielen alten GENESIS/YES Anklängen,
schönen "Fremd-Instrumenten", wie Trompete
(ganz stark in "Victorian brickwork") oder Cello
und NICK D'VIRGILIO (SPOCK'S BEARD) an den Drums.
Dazu kleine Verweise auf PETER GABRIEL
(auch mit Flöteneinsatz!), mehrstimmige Satzgesänge
und viel Retro Keyboard Charme.
Chance geben - Zeit lassen - überzeugt sein ...
Retro Prog in Vollendung, fachmännisch, träumerisch.
Trans-Siberian Orchestra - Night Castle 2009
Rock-Musical-Oper/aufblitzender Power Metal/Bombast Rock
Diesmal wieder stärker in die bombastische Savatage'sche Power Metal Welt gerückt und ohne Weihnachts-Bezug.
Über 2 Std. Spielzeit!
Dabei sind nahezu sämtliche Mitglieder von SAVATAGE
inkl. JON OLIVA und PAUL O'NEILL, welche das Album komponierten. Dazu kommen verschiedene Sänger (u.a. JEFF SCOTT SOTO) und Sängerinnen, welche dem Material einen Anstrich von Musical geben, bzw. bombastischem MEAT LOAF Material der STEINMAN Ära.
Verwendet werden auch ältere Stücke, z.B. "Believe", "Mozart and madness".
Orchestrale Elemente und viele Instrumentalstücke runden ab.
Die Songs erzählen eine abgeschlossene Geschichte, wieder rund um das Thema Erlösung des reuigen Sünders - in Breitwandoptik sozusagen - die Produktion ist wieder erste Sahne, das Booklet auch,
sämtliche Texte und Story ...
So werden Dramatik, Emotionen und wieder härtere Riffs, verbunden mit Piano Einsätzen, Bombast, Pathos und einer kleinen Prise Kitsch, die einfach zu TSO dazu gehört.
Für aufgeschlossene Hörer bei guter Anlage sicher ein Erlebnis, welches lange fesseln kann und endlich die Brücke schlägt zu SAVATAGE Zeiten der DEAD WINTER DEAD Ära ...
Motorpsycho - Heavy Metal Fruit 2010
Spaciger, psychedelischer, grooviger Rock/Hard Rock/Prog-Jam
Schwer, bis schwerst verzerrte Gitarren.
Schwülstige oder spacige Keyboards. Wummernder Groove-Bass.
Nölender Gesang und über 60 min. Musik, bei nur 6 Songs.
Ausschweifende Jams in prachtvollem Sound.
Atmosphäre der 60er und 70er - ABSOLUT EIGEN.
Dynamische Wechselspiele zwischen Akustik- und Groovepassagen - UNKONFORM.
Lange Instrumentalfahrten im Midtempo Rock - HYPNOTISCH.
Und zum Schluß das über 20 min. dauernde Monster, über die Reisen Gullivers. Nur für sehr "weit gereiste Musikhörer" - aber hier absolut fabelhaft, grandios, wichtig - mit immer neuen
Eindrücken.
Ein abgefahrenes Stück PROG, irgendwo zwischen HAWKWIND - LED ZEPPELIN und 70er Prog-Mucke.
Path Of Golconda - Return 2009
Melodischer Death Metal
Eine junge Band aus Oberhausen, mit ihrem mittlerweile 3. Album.
Mit Zutaten des Thrash (hauptsächlich), Black (Gesang, weniger) und Progressivem (Arrangements), angereicherter Schweden-Tod.
Dazu atmosphärische Elemente, wie der mit Keyboards unterbaute Schluß-Track (aber kein eigenständiges Instrument im Bandsound!). Die Refrains offenbaren dazu noch melancholische Strukturen.
Die Produktion ist gut (Andy Claasen), die Instrumentalleistung noch besser (speziell Gitarren).
Das Gesamtkonglomerat wirkt schon recht eigenständig.
Schön abwechslungsreich - unbedingt im Auge behalten.
Jupiter Society - Terraform 2009
Space Opera / Progressive Metal / Symphonischer Melodic Rock
Interessante Projektarbeit von CARL WESTHOLM (CANDLEMASS, CARPTREE), mit illustren Gästen. So sind u.a. LEIF EDLING (CANDLEMASS), LARS SKÖLD
(TIAMAT) oder auch MATS LEVEN (THERION) mit von der Partie.
Eine Odysee durch Zeit und Raum im Stile der AYREON Alben erwartet Euch - etwas düsterer angesetzt möglicherweise,
jedoch ähnlich breit im Sound aufgezogen.
Lange Tracks voller epischer, symphonischer Momente - eingebettet in eine Konzept-Story,
über das Leben in den Weiten des Raums und die Flucht vor einer fremden Macht
in die Tiefen des eigenen Geistes.
Gut und fett produziert. Progressive, dichte Gitarrenspuren sorgen für die nötige Kraft.
Atmosphärisch, abwechslungsreich, gut arrangiert - voller mehrstimmiger Gesangspassagen,
feiner melodischer Gitarrenarbeit, getragener Epik und weiten Keyboardflächen,
bzw. fein ausgearbeiteten Piano Passagen.
Zum Zwischendurch-Genießen - EXZELLENT.
Webpage der Band
The Butterfly Effect - Final Conversation Of Kings 2009
Progressiv angehauchter, alternativer Hardrock
Freunde solcher Bands wie MUSE, DREDG, BLACKFIELD,
30 SECONDS TO MARS aufgepasst.
Ein verdammt vielschichtiges, emotional packendes, auf Gesang und Gitarre ausgelegtes Album aus DOWN UNDER.
Zauberhafte Melodiebögen treffen auf Bombast, hart rockende Eruptionen und die geradezu hypnotische Stimme von Clint Boge schaffen oft einzigartige Passagen.
Dynamische Aufbauten prägen die Songs, oft ruhige, fragile Einleitungen, dann aber leidenschaftliche, manchmal hymnische Gesangsspuren und metallische Riffs, bauen eine ganz eigene Epik auf. Dies
ist mächtig intensiv (wenn auch überhaupt nicht zum Neben-Her-Konsum geeignet), extrem facettenreich, warm und pulsierend.
Je ruhiger die Atmosphäre (am besten natürlich Kopfhörer), umso größer wächst das Teil.
Einer DER GEHEIM-TIPPS des abgelaufenen Jahres 2009 - zum ENTDECKEN.
Intim, berührend, kompositorisch starke Arrangements, Musik mit Tiefgang.
The Butterfly Effect im Netz
Hammers Of Misfortune - The Locust Years 2006
Kautz Metal mit 70er Schlagseite
Aussergewöhnlich eigenständiges, sehr variantenreiches Werk, welches so mit keiner anderen Band zu vergleichen ist.
Als Nebenprojekt der kultigen Slough Feg gestartet, ist dies schon die 3. Veröffentlichung. Die Band arbeitet mit vielen Dopplungen, d.h. oft kommen Hammond Orgel (wie eine Mischung aus alten Jon Lord/Deep Purple Tagen und
Blue Öyster Cult) und Gitarre im gemeinsamen Läufe und Harmonien-Spiel vor, andererseits ist ein wichtiges Trademark der Band der meist mit zwei (manchmal sogar 3) Stimmen vorgetragene Gesang. Hierbei ist es dann die Konstellation Frau / Mann, welche zusammen die Songs singen.
Diese Mischung aus Hard/Progressive Rock, mit metallischem Einschlag und 70er Jahre Feeling ist gänzlich unbekannt, manchmal leicht theatralisch, manchmal etwas folkig,
dennoch kann sie süchtig machen - zum Entdecken.
Checkt mal Songs, wie die Ballade "Famine's Lamp" und überlegt dabei, ob es Bands wie
THE DEVIL'S BLOOD in der heutigen Zeit, ohne solche Backbands geben würde.
Obscura - Cosmogenesis 2009
Sehr technischer Death Metal der Atheist, Pestilence, Death, Cynic (alte) Schule
Ein kompromissloses, knallhartes Werk einer aufstrebenden deutschen Band, in deren Reihen sich auch ein ex-Pestilence Musiker (Jeroen Paul Thesseling) befindet.
Alleine dessen Bassspiel ist der Hammer, dazu kommen jedoch auch Hyperspeed-Gitarren Einlagen, progressive Strukturen en masse, ein Growl Sänger der tiefsten Tiefen.
Leute, denen nach wie vor Bands wie Gojira, oder die oben erwähnten, das Wasser im Ohr zusammenlaufen lassen (oder war es doch Blut) sollten unbedingt anchecken.
Technisch extrem, Blastbeat, abartige Gitarrensoli.
Vader - Necropolis 2009
Death Metal
Trommelwirbel - Brachial-Riffs, die erste Walze "Devilizer" überrollt Dich. Eine gnadenlos, brutal drückende Produktion verhilft den Songs zu
kompromissloser Härte. Aggressiver geht es kaum - irgendwo zwischen besten Slayer Riff Attacken und voluminösen Death Metal Brettern, gerne auch mal im Mid-Tempo gehalten. Dann wieder Blastspeed
Attacken (welch ein Drum-Tier!).
So halten Geschwindigkeit und verhaltenes Tempo sich die Waage, werden durch zwei geschickt gesetzte "Übergänge" - Intro's zu den jeweiligen folgenden Songs aufgelockert.
In der lim. Edt. gibt es mit "Black Metal" (Venom) und "Fight Fire With Fire" (Metallica) noch wahrhaft wertigen Stoff,
die es den genannten Bands nun wohl unmöglich machen, diese Songs noch einmal live zu spielen - zu gut die Covers.
Die wohl beste Band im Death Metal momentan - da technisch sauber, aggressiv wütend, brachial zertrümmernd und Highspeed-Geknüppel sich die Waage halten - AUSGEWOGEN AS FUCK.
CAGE - SCIENCE OF ANNIHILATION 2009
US-Power/Speed Metal
Cage passen durch keine Tür - dermaßen kraftstrotzend und muskelbepackt sind die Kalifornier inzwischen auf ihrem fünften Album. Durchdachter Power Metal der alten Iced Earth Schiene, verbindet sich hier mit reinem Stahl der Judas Priest "Painkiller" Aera und so
manchen early Maiden beeinflußten Gitarrenharmonien.
Sean Peck hat alle Trademarks eines Rob Halford zu Bestzeiten, erinnert des öfteren auch an den "Tyrant" höchstpersönlich - die Screams sind
messerscharf.
Im Gitarrenbereich werden die feinsten Twin-Guitar Duelle ausgefochten und mit Norm Leggio hat man nun den ehemaligen Drumer von Psychotic Waltz dabei
(das nächste mal dann bitte auch mit besserem Drum-Sound).
Sprachsamples, Intro, Outro, angezogene Dynamik im Wechselspiel mit meist rasanten Speed-Sequenzen und das bei enorm druckvoller Power und feinen Melody-Lines - sehr abwechslungsreich für die
Sparte.
Cage im Netz
JADED SUN - Gypsy Trip 2008
Hard Rock - Classic Rock
Der Debut-Longplayer einer jungen Band aus Dublin.
Auffallend gute Gitarrenarbeit prägt das Album.
Slide-Gitarre, Boogie-Einschübe, Hard Rock Solo's im Duell.
Überhaupt sind die Klampfen im Sound sehr stark ausgeprägt.
Dazu kommen dann noch Piano oder weiche Hammond-Orgel Tönungen, Percussion oder auch mal ein souliger Frauengesang.
Mit zwei Balladen und der saustarken, fast schon epischen Nummer (samt Streicher im Schlussteil) "He Knows Home" gibt es auch die wichtige Abwechslung. "She's Got Class"
erinnert mit seiner vertrackten Rhythmik gar an LED ZEPPELIN.
Ein mächtig Spass machendes Album, welches frei heraus losrockt, Gitarren-geprägt ist, Abwechslung bietet, stark produziert ist und dazu noch einen ausdrucksstarken Sänger aufbietet.
DER ROCK LEBT - und er kommt aus Irland. JADED SUN im Netz
EILERA - Fusion 2007
Fusion von Pop - Rock - Gothic - Metal
Ein Duo aus Frankreich mit ihrer 3ten Veröffentlichung
– Namensgeberin ist die facettenreiche Sängerin Eilera.
Gesanglich in ruhigen Momenten an Björk oder Tori Amos erinnernd, in rockigeren Momenten ist das Ganze eher mit moderneren The Gathering vergleichbar.
Trotzdem irgendwie anders, da Cello und (fast schon My Dying Bride) Violine mit eingebracht werden. So schimmern bei dem Album gothische Elemente, keltische Einschübe und metallische Riffs
durch.
Das klingt zu Beginn ziemlich sperrig, manchmal experimentell – immer aber vielschichtig und gut produziert; originell, kraftvoll und leidenschaftlich.
Und nach dreimaligem Hören (mind. 1 mal unterm Kopfhörer), sollten eigentlich Songs der Marke
"No Merci", "Healing Process" oder "Keep Our Heaven" so richtig zünden.
Die Texte sind oft persönlich und daher auch authentisch rübergebracht. Manchmal etwas anstrengend, aber für Freunde die Aussergewöhnliches suchen – Pflicht. Eilera im Netz
Gojira - The Way Of The Flesh 2008
Progressiv - Thrash - MathCore
Eine 75 Minuten dauernde Forderung der Band aus Frankreich
12 Songs - ultrahart, hypnotisch, brachial - Nähe zu VoiVod.
Breaks, gespickt mit Harmonien und Melodien, jenseits des Üblichen.
Eigentlich ein Klassiker des Genres, da aber nur wenigen, aufgeschlossenen Liebhabern harter Musik zugänglich, hier eingestellt.
Watain - Sworn To The Dark 2007
Black Metal alter Prägung
57 Minuten, 11 Songs (dabei sind zwei kurze Instrumental-Nummern), puren, misanthropischen Hasses.
Mit einigen Death Metal Zitaten gespickt.
Kalte, messerscharfe Riffs, treffen auf aggressive, krächzende Vocals, roh, schleppend, brutal.
Druckvoll produziert - variabel gehalten - atmosphärisch - fast schon eingängig, falls die Beschreibung auf Black Metal zutreffen darf.
Ideologisch (siehe MLO) zumindest bedenklich, musikalisch herausragend. Hörbeispiele
Gotthard - Domino Effect 2007
Traditionelle Hard Rock Schule
54 Minuten Lehrbeispiel der Schweizer Urgesteine zum Thema Hard Rock, inclusive Synthesizer Einsatz.
Wuchtige oder Bombastische Stücke, wechseln sich mit Gänsehaut Balladen ab, die nicht zu zahlreich und nicht zu schmalzig sind.
15 Songs vorgetragen von der klassisch, rauen, sehr guten Stimme und überdurchschnittlicher Instrumentierung.
Wieder erstarkte Band - in der Schnittmenge von Krokus, AC/DC und Deep Prurple. Webpage der Band
Vader - XXV 2008
Death Metal
Das polnische Todes-Schwadron überfällt uns
mit einer Art Best Of - Doppel CD.
Alle Songs (25 + Bonus) wurden Re-Recorded,
so sind es mächtige Walzen des Todes geworden,
in beeindruckender, neuer Kraft erstrahlt das Material
- hart, kompromisslos, mächtig, präzise.
Lim. Edt. sogar mit Bonus-DVD.
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT !
Miosis - Albedo Adaptation 2009
Progressive Metal zwischen Tool, Dream Theater und etwas Fates Warning
Newcomer aus Schweden mit Ihrer Debut CD.
Vertrackt - Episch - Sperrig.
Auf jeden Fall aber interessant für Kopf-Musik-Liebhaber.
Dicht und intensiv. Sehr rhythmische Tool Songaufbauten
treffen auf ausladende Kompositionen.
Melodischer, kraftvoller Sänger
führt durch hypnotische, lange bis überlange Tracks,
die mit sehr vielen Rhythmus- und Sound-Ideen aufwarten.
FÜR AUSDAUER-HÖRER - zur Webpage
Airbourne - Runnin' Wild 2008
Hard Rock
AC/DC Klone aus Australien mit ihrem Debut Album.
Enthusiastisch - Wild - Entschlossen.
Sie beleben den frühen Geist von AC/DC mehr als gekonnt,
und packen eine Prise Rose Tattoo noch oben drauf.
Unbekümmert - Intensiv - Rotzig.
Die Limited Edition bietet 3 Videos und den
Wacken Auftritt von 2008 mit 8 Songs. KLASSE.
The Answer - Rise 2006
Classic Rock mit Led Zeppelin, Black Crowes Schlagseite
Sehr schön warm produziertes Album - (hört Euch mal den Bass bei "Be What You Want" an). Für ein Debut, ein erstaunlich ausgereiftes Werk der 4 Jungs von der irischen Insel. Knackiger Rock'n'Roll mit
Blues-Einflüssen, kraftvolle Gitarren mit coolen Riffs, dazu gute Soli und ein Sänger mit klarer Stimme. Musik mit Herz - eher für den Bauch, als den Kopf. Frisch und unverbrauchte Musik, rotzig und
druckvoll. Für Fans der Schnittmenge von Wolfmother, AC/DC, alte Whitesnake und
Mr. Big (ohne Balladen-Gedöhns).
Dreamlost - Outer Reality 2006
Progressiver Metal mit DT-Anleihen
Raismesfest 2008. Es regnet in Strömen und ich schleppe gerade die Anlage von Saxon mit meinen französischen Freunden durch den Schlamm. Die Musik von der Nebenbühne zieht magisch und ich treibe die
Jungs zu Höchstleistungen. Ich will wenigstens noch einen kleinen Teil vom Auftritt der „Unbekannten” erhaschen. Wer zum Teufel spielt hier so grandios auf ? Wieso kenne ich die nicht ? Als der blöde
Adler (Saxon) dann nicht mehr durch das Tor passt, gönne ich mir eine Auszeit und eile zur Bühne um dort meine Frau mit einem seligen Gesichtsausdruck vorzufinden. Ein lächelnder Engel im Regen. Die Show ist leider vorbei.
Outer Reality ist das 2006-er Debutalbum der französischen Nachwuchsprogger Dreamlost. Natürlich meint man gelegentlich das ein oder andere hier und dort schon einmal gehört zu haben. Trotzdem
verfügen Dreamlost über einen eigenen Stil der sich dem geneigten Hörer auch relativ zügig erschließt. Besonders gelungen sind die Titel in denen das Keyboard dominanter zum Einsatz kommt, denn die
Stärke des Fünfer liegt für mich ganz klar in den melodischeren Kompositionen, Stücke in denen die Band sich selber etwas zutraut. Darken Hartmut
Anspieltipps: „Beauty Never Dies” / „Myself” /„Styx”
Wer dem Nachwuchs eine Chance geben möchte und auch mit kleinen Abstrichen in der Produktion leben kann, wird hier mit einem abwechslungsreichen Album belohnt.
Erhältlich ist das Ganze für 5,99€ bei iTunes oder auf der Homepage der Band (hier).
Man darf auf mehr gespannt sein.
