MARILLION
Script For A Jester's Tear - 1983
Die Geburt des NeoProg oder wie die Jungfrau zum Kinde kam ...
Es gibt diese Augenblicke im Leben, die sich unwiederruflich auf der Festplatte einbrennen.
Die in den unmöglichsten Momenten einem wieder in den Sinn kommen.
Da sind Bilder und Worte, ja Worte, welche man nie mehr vergisst.
Von solch einem Moment - und zwar im positiven Sinne, möchte ich Euch erzählen.
Mitte der 60er Jahre geboren, wuchs ich in der musikalischen Welt meines größeren Bruders auf.
Erschreckt bitte nicht, aber da waren "Der Junge mit der Mundharmonika" und "Ein Bett im Kornfeld", gesetztes Liedgut. Namen
wie Howard Carpendale, Udo Jürgens, Jürgen Drews und sogar Heintje, begleiteten mein Herantasten an die weite Welt der Musik. Später kamen Boney M, Dschingis
Khan, ABBA etc, dazu. Rückblickend muss man wohl sagen - eine grauenhafte Zeit.
Freigeschwommen habe ich mich dann sozusagen, mit meinen Freunden und unserem sommerlichen Leben am See - Nazareth und Slade fanden wir cool.
Als dann 1977 das Album "Bat out of Hell" von Meat Loaf erschien, war das so etwas wie die Initialzündung für uns. Solche Pracht hatten wir zuvor noch nie gehört.
Der Dicke hatte von da an einen mächtigen Stein bei uns im Brett.
Meine ersten Begegnungen mit AC/DC folgten alsbald - Rebellion war in.
Motörhead - Accept - Scorpions waren weitere Namen, die mich Anfang der 80er begleiteten.
Und doch war ich noch nicht vollständig (und bin es heute immer noch nicht).
Immer noch auf der Suche nach dem ultimativen Hörerlebnis.
Die NDW hatte auch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.
Diese respektlosen Texte - Extrabreit, diese Kritik am Spießertum - Fehlfarben, Einstürzende Neubauten, diese gespielte Blödheit - Trio, oder einfach nur der Spass - Spider Murphy Gang, machten
an; gerade einen, an der Schwelle des Erwachsenenseins stehenden,
sich auf der Suche (auch nach sich selbst) befindlichen, Rebellen.
Folgerichtig war auch die erste selbst finanzierte CD - SPLIFF "85555" von 1982.
Der Song "Deja-Vu" war für lange Zeit meine Hymne - "Der Rote Hugo hängt tot im Seil, die Leiche stinkt nach Shit." Das war kein nettes Kornfeld mehr, das war die rauhe See.
Ein paar Tage danach, folgte die bereits im Jahr 1981 veröffentlichte Vinyl Scheibe "Worlds Apart" von SAGA. "Wind him up"
und "On the loose" - DAS war meine Musik.
Was noch fehlte waren Konzerte, das Erleben mit allen Sinnen.
Auch unter meinen ersten 5 selbst gekauften Scheiben war damals MANFRED MANN's "Somewhere in Afrika". So sollte dies der Einstieg sein. Ich meine mich erinnern zu
können, dass es im März 1983 war.
Dieses Erlebnis war unbeschreiblich.
Das lange Warten, die vielen Leute, Adrenalin - und dann, der Vorhang ging auf und ich wurde in eine neue Welt hineingeboren. Licht - Sound - Gefühl - Rock - Gemeinsamkeit und Emotionen, tiefe
Emotionen. Es hat mich an diesem Abend fast umgehauen, die Ahnung von Komplexität - es wurde der gesamte Afrika Part der Scheibe gespielt. Diese Lichtgestalten auf der Bühne - dieser vielfältige
Sound. Ich war mehr als infiziert, neue Konzerte mussten her und zwar schnell.
So entdeckten wir ein Open Air Konzert in Mannheim.
Loverboy und Gary Moore waren dort dabei, beides waren Faves von uns.
Dazu kamen noch ein paar weitere Bands, die man sich anhören konnte - Little River Band und
Chris De Burgh (ja, auch das ging damals - er hatte 1982 mit "The Getaway" ein klasse Album vorgelegt, "Don't pay the ferryman" - "Ship to shore" -
"Borderline" etc. waren richtig gute Songs.
Nena und Men At Work rundeten das Festival ab.
Es war der 21.05.1983, und es war das Rhein-Neckar-Stadion in Mannheim,
wo ich entgültig zu meiner ersten großen Liebe fand - der Musik.
Ausgelöst von einer Band, die ich nicht kannte, einem Sänger, der charismatischer als alle bisherigen war, und einer Musik, wie ich sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehört hatte.
Der Jester ward in mein Leben getreten - und er brachte Magie.
Nachdem Gary Moore als Opener fungierte und wir schon richtig gut gerockt worden waren, erwarteten wir eigentlich Nena oder die Little River Band.
So genau wussten wir das nicht, im WWW-freien Zeitalter.
Doch die nun folgende Musik klang nicht nach Nena, wir standen relativ weit hinten und unterhielten uns. Doch bereits nach wenigen Sekunden, hatte ich immer diese Stimme im Hintergrund, die mich
unweigerlich zwang, mich weniger auf unser Gespräch und mehr auf das Geschehen auf der Bühne zu konzentrieren.
Das Lied war lang und klang für mich wie eine Erzählung, zu dominant der Sänger - war der geschminkt?
Also näher ran an die Bühne und tief wurde ich hineingesogen in die Welt von MARILLION.
Es war deren Deutschlandpremiere und sie erfolgte meines Wissens unangekündigt.
Siehe auch der Hinweis auf die Band oben - Marillon
Gestik, Mimik, Theatralik, Posse - der Sänger zog meinen Blick im stärker auf sich, welch eine Darbietung. Gitarren wie aus einer unbekannten Welt, zur Seele gehend, Emotionalität pur. Und die Soli,
wie kann einer Gefühle so glasklar in den Mittagshimmel zaubern. Dazu lange, epische Songs - alle weiteren Bands an diesem Tage konnten nicht weiterführen, was Marillion in mir auslösten.
Bei nächster Gelegenheit habe ich sofort dieses Stück Musikgeschichte gekauft und so die Geburtsstunde des NeoProg mitverfolgen dürfen.
Doch wer war diese Band - und wo kamen sie verdammt noch mal eigentlich her?
Geschichte
Es begann in den Weihnachtstagen des Jahres 1978 im englischen Aylesbury.
Mick Pointer (Drums) und Doug Irvine (Bass) gründeten die Formation SILMARILLION - benannt nach einem Buch Tolkiens.
Doch nach bereits einem einzigen Pub-Auftritt (rein instrumental !), fiel das Kartenhaus wieder zusammen. Die Band lag auf Eis.
Als dann jedoch 1979 Steve Rothery (Gitarre) und Brian Jelliman (Keyboards) rekrutiert
worden waren, benannte man sich in MARILLION um.
Es folgten kleinere Gigs, sowie eine Demo-Aufnahme. Doch erst als Derek William Dick (Fish - Gesang, ehemals Holzfäller !) zur Band stieß, ein
Schotte mit ausdrucksstarker Stimme, da Irvine,
welcher inzwischen auch den Gesang übernommen hatte, diese verließ, war die Urformation nahe.
Was nun noch fehlte war Ersatz am Bass, der mit einem weiteren Schotten - Diz Minnitt, besetzt wurde. Man komponierte fleißig und ging im
Frühjahr 1981 auf große Tournee.
Und dann war es FISH, der aus diesen Auftritten heraus das Image und die Klasse Marillions formte. Seine Theatralik, seine Gesten, seine Mimik
und nicht zuletzt sein ausdrucksstarker Gesang machten aus der Band etwas ganz Besonderes. Seine Lyrik, seine Gebärden, seine verschiedenen Kostüme und seine Gesichtsbemalung ließen ihn zum absoluten
charismatischen Entertainer werden.
Nach ihrer Premiere im legendären Marquee Club in London verließ allerdings Jelliman die Band.
Ersatz wurde jedoch in Mark Kelly schnell gefunden.
So wurden Marillion immer wieder ins Marquee gebucht, die Medien nahmen Notiz,
man trat in der berühmten BBC - Radio Show - "Friday Rock Show" auf.
Und wieder wurde die Besatzung ausgetauscht. Minnitt ging und wurde von Pete Trewavas ersetzt.
Die Formation, mit der Geschichte geschrieben werden sollte, ward geboren.
Die Ereignisse nahmen nun immer schneller ihren Lauf.
Der Name Marillion war in aller Munde - die Konzerte erfolgreicher.
Erste Vertreter der Plattenfirmen besuchten ihre Shows - im September 1982 wurde dann der Deal mit der EMI unterschrieben.
Die erste Single "Market Square Hero" folgte im Oktober. Weitere Konzerte folgen, darunter zwei ausverkaufte Abende im weltberühmten Hammersmith
Odeon in London, obwohl es noch keine Album Veröffentlichung der Band gab.
Zwischen Dezember und Februar 1983 wurde dann das Album "Script For A Jester's Tear" eingespielt und im März 1983 veröffentlicht.
Die Leser der Zeitschrift SOUNDS wählte die Band auf Platz 1 in der Sparte "Beste Neue Band".
Trotz des (aus heutiger Sicht) schlechten Sounds, der oberflächlichen Produktion und der fehlenden Dynamik, jedoch aber auch durch die wunderbare analoge Produktion - warm und erdig - so erschafft
man eine ungeheure Intimität mit der Musik (hier kann man nämlich trefflich streiten)
- für mich, unbestritten, eines der ergreifendsten und emotionalsten Alben der Musikgeschichte.
Das beginnt bei dem düster-romantischen Cover, auf dem die später weiter verwendeten Symbole der Marillion Welt, der traurige Narr und das Chamäleon, eingeführt wurden.
Und wird weitergetragen von der, an alte (Genesis) ProgHeroen, angelehnten phantastischen Musik, die den damaligen Zeitgeist völlig verneinte.
Grosse Kunst - Grosse Emotionen - für die EWIGKEIT.
Kleiner Tipp: im Jahre 1997 wurde dieses Album Remastered und als CD wiederveröffentlicht
- hier ist der Sound moderner, entstaubt - besser?. Hier gibt es für und wieder.
Ausserdem enthält es mit einer zweiten CD (B-Seiten und Alternativ Versionen), und einem mächtigen Booklet eine sehr wertige Aufmachung.
Marillion - Script For A Jester's Tear 1983
Tracklist
1. Script for a jester's tear 8.44
2. He knows you know 5.23
3. The web 8.57
4. Garden party 7.19
5. Chelsea monday 8.17
6. Forgotten sons 8.32
Gesamtlaufzeit 47:12
Einordnung
Neoprog
Tendenzen
Alte Genesis zu Peter Gabriel Zeiten
Anspiel-Tipps
ALLES
Label
EMI
Besetzung
Fish Vocals
Steve Rothery Gitarre
Pete Trevawas Bass
Mark Kelly Keyboards
Mick Pointer Drums
Eindruck
Dieses Cover in der Hand haltend, welches in seiner Tiefe schon Bindeglied zu einer fremden Welt ist, Katalysator und Ursprung zugleich. Damit zweifellos eines der besten Cover aller Zeiten
(von Mark Wilkinson) - stimmungsvoll, düster angerauht, melancholisch und phantastisch.
Dies reicht schon, um zu erkennen, dass hier keine Normalkost geboten wird.
Ein Narr (Jester), wohl tieftraurig, verzweifelt, komponiert - die Geige in der Einen, die Schreibfeder in der anderen Hand.
Das Zimmer - heruntergekommen, verblasste Farben - Kippen, Kaffeetasse und Würfel, sind auf dem, vom dürftigem Licht erhellten Tisch zu erkennen.
Auf der am Boden ausgebreiteten Schlafmatratze, liegen ein paar Zeitschriften und die Zeitung (hier wunderbar die damalige Zeit wiederspiegelnd, handelt es sich um Kerrang, Sounds und The
Mirror).
Den tieferen Sinn verdeutlichend, sind an der Wand Poster angebracht, die die Zerrissenheit des Charakters darstellen. Im Kissen ist bereits der Tod symbolisiert - lauert er, Andeutung oder
Versprechen...
Und so wird schon hier, noch bevor die Scheibe aufgelegt wird, der Grundstein gelegt zum Eintritt in diese Parallel Welt, die direkt den 70er Jahren entlehnt scheint, als Bands, wie Genesis auf
ihrem kreativen Höhepunkt angelangt waren.
Weswegen wir hier auch von der Geburt des NeoProg sprechen dürfen.
Hier darf dann auch der musikalische Ursprung gesucht werden. Zeitgeist - was ist das? Mut und Überzeugung zählen. In einer Zeit in der müde Pop Songs, New Wave und Disco, die Wohnzimmer eroberten,
zählen hier andere Werte.
Und so erklingt zum Start diese Textzeile, von dieser unglaublichen Stimme vorgetragen, die sich bis heute in mein Gedächtnis gebrannt hat, wie keine Zweite:
"So here I am once more, in the playground of the broken hearts..."
eher flüsternd, steigen wir ein in das Geschehen.
Der Opener "Script For A Jester's Tear" ist wohl immer noch eines der besten Stücke progressiven Liedguts. Eine Ballade fast, zutiefst atmosphärisch, musikalisch
unheimlich dicht, sehr gefühlsvoll, abwechslungsreich und anspruchsvoll.
Doch durch den intensiven, variablen Gesang, und die poetischen Lyrics, erfährt der Song eine erweiterte Dimension - ist traurig, bewegend, düster gar.
Und wenn nach 4 Minuten den Satz "The Game is over" erklingt, damit der Song kippt, und hinabgeführt wird in Verzweiflung und Dunkelheit, ist es pure
Magie, die erklingt. Dann sphärische Keyboards - "The fool escaped from paradise, will look over his shoulder and
cry...".
Die Textzeilen scheinen aus der Tiefe zu kommen, die Gitarren begleiten sie hinein ins Herz des Zuhörers. "But the game is over - Can you still say you love me".
Dies ist der besondere Zauber, der einen Song und damit die Band unverwechselbar macht.
"He knows You know" - ...you were walking with the dead - ein Anti Drogen Song aus der Sicht eines Psycho-Trips geschrieben, eher etwas poppiger gehalten, etwas
einfacher strukturiert.
Und doch packend und stimmig.
Und so ist es eine große Stärke der Band, stets songdienlich zu arbeiten.
Es wird nie zu komplex, obwohl alle Songs, mit Ausnahme "He knows, You Know" über 7 Minuten dauern und immer wieder Rhythmus-, Takt- oder einfach Wechsel in der Dynamik stattfinden.
Es werden keine Technikabfahrten durchgeführt, keine Kabinettstückchen geboten. Die Mannschaft zählt, nicht das Ego. Der Song steht stets im Vordergrund - ist trotzdem immer voller Spielfreude und
kleinerer Einfälle, weist lange Instrumentalpassagen oder lange Soli auf. Keyboards, mal sphärisch - mal episch gehalten, und Gitarre, verträumt und fliesend, sind gleichberechtigt, das
Bass Spiel melodisch, akzentuiert oder unterstützend, die Drums angenehm zurückhaltend.
Und darüber malt FISH mit seinen eigenen Klangfarben, dominant, abwechslungsreich und immer emotional. Sprechgesang, Schreie, Flüstern, grandiose Melodien - er zelebriert, ist Hohepriester und
Dirigent, Erzähler und Hauptperson in Einem.
Er leidet, er klagt an, er ist wütend, er ist verzweifelt und Alles nimmt man ihm ab.
Die Texte selbst sind phantasievoll und bieten Raum für Interpretation.
Die Themen behandeln eine große Palette an menschlichen Emotionen - Krieg, Drogen, Zweifel, Schmerz.
"The Web" ist episch, mit tendenziell wütender Grundausrichtung, und immer wieder diese ruhigen Passagen, die der Musik innewohnen, Erholungsphasen in denen der
Text im Vordergrund steht,
bevor der jeweilige Song wieder Fahrt aufnimmt. Hier mit herrlichem Solo von Rothery.
"Garden Party" versprüht oberflächlich Gute Laune und enthält mit der Textzeile "I'm fucking..." pures Gift für die damalige Radiolandschaft.
Da der Song später als Single erscheinen soll, wird die Textzeile dann entschärft.
"Chelsea Monday" beginnt ruhig, wird aber recht bombastisch, obwohl recht einfach gehalten.
Hier schimmern gar nach 2 Minuten, wenn der Song sich öffnet, Pink Floyd Strukturen in der Gitarrenarbeit durch.
Und wieder wird der Song zurückgeführt auf eine sparsame, ruhige Instrumentierung, bei der Fish mit Sprechgesang die Rolle des Erzählers übernimmt.
Dann wieder Gitarre und der Song wird wieder weit, die Gitarre schwebt auf den Keyboard Sounds, das wirklich charakteristische Spiel von Rothery begleitet den Song, episch und ruhig.
Am Schluss dann ganz bedächtiges Ausklingen mit Flüstern, um überzuleiten....
...kratzende Radiofragmente, ein auszumachendes "Market Square Hero", eine Stimme ertönt -
To You...
Wir befinden uns beim letzten Stück "Forgotten Sons" - einem Anti-Kriegs-Song, geprägt vom Nord-Irland Konflikt. Die Opferung von Menschenleben wird angeprangert,
mit allen Finessen ... wütend, anklagend. Änderungen der Sichtweisen im Text, so wird es nie platt, versinkt nicht in Pathos. In der Musik werden Militärrhythmus, Schlacht-Drums, Kinderchor,
Laut-Leise Dynamik, grosse Spannungsbögen mit Sprechgesang, übereinandergelegten Stimmen etc. aufgeboten. Ein AMEN, wie ein Todesschrei ertönt...
Und dann die Textzeile "Halt, who goes there...Death, approached friend"
Die hochmelodische, leidende Leadgitarre Rothery's gibt dem weiteren Song das Fundament, erklingt aus dem Nichts, führt uns Seele und Gewissen vors innere Auge.
"On the NEWS, a nation mourns you unknown soldier, count the cost.
For a second you'll be famous, but labelled posthumous. FORGOTTEN SONS"
So endet eines der rundesten Alben, die ich kenne. Eine durchgehende Grundstimmung, wie sie wenige Alben erreichen, immer gefühlvoll und emotional.
Wunderbare Künstler im Dienste der Songs - grosse Songwriter, spannungsgeladen und dynamisch.
Dazu ein Sänger, der vor Charisma nur so überschäumte.
Natürlich sind die Art der Musik, sowie FISH's Art zu singen, zu phrasieren, angelehnt an Prog Größen der 70er, in erster Linie an Genesis mit Peter Gabriel.
Und doch war diese Phase bereits lange vorbei, epische, komplex arrangierte Stücke entsprachen nicht der damaligen Gewohnheit Songs zu schreiben. Dieses Wagnis einzugehen, diesen Mut aufzubringen und
damit solch ein Ausrufezeichen zu setzen, war phänomenal.
Das, damit der Grundstein zu einer erneuten Revolution in der Musiklandschaft gelegt wurde, und sich sogar ein Riesen Erfolg einstellte, war nicht plan- oder absehbar.
Hier zählte einzig die eigene musikalische Überzeugung.
Somit ist die Scheibe absolut ESSENTIELL für die "neuere" Prog Musik und weit darüber hinaus.
FÜR DIE EWIGKEIT
Und natürlich bleibt die erste GROSSE LIEBE immer in besonderer Erinnerung, IHR wisst das.
(mit leichtem Augenzwinkern ...).
DARKEN TOM
Nachdem mindestens ein weiterer Klassiker geschaffen wurde - "Misplaced Childhood" von 1985,
trennten sich bekannterweise die Wege von Sänger FISH und seiner Stammband Marillion,
die einen neuen musikalischen Weg und neue Klassiker schufen z.B. "Brave" von 1994.
Neueste Scheibe: von 2008 "Happiness Is The Road"
Marillion Web
Fish selbst, hat nach guten Alben (zu Beginn seines Solo-Schaffens) und weniger guten Alben
(die mittleren Jahre), den Weg zu seinen Wurzeln zurückgefunden und scheint,
auch nach einer Phase der Selbstfindung, wieder an diese Zeiten anknüpfen zu wollen, wie die Auftritte der vergangenen drei Jahre zeigen, siehe hier auch NightOfThe Prog Festivals 2006 / 2007.
Neueste Scheibe: von 2008 "13th Star"
Fish Web